Geh, GEMA, geh… …zurück ins vorige Jahrtausend!

Musikvideo-Sperrungen bei YouTube. Kaum ein Blog, was noch nicht darüber berichtet hat.

Erwähnenswert finde ich dabei den Beitrag Es fährt ein Zug nach nirgendwo von Peter Djekic, der das Preismodell der GEMA kritisch hinterfragt und zum Ergebnis kommt, dass dieses Modell “an der wirtschaftlichen Realität vorbei” gehe. Mein Eindruck ist, dass sich die Plattenlabels langsam, wirklich sehr langsam, aber immerhin – an den Umgang mit neuen Medien, neuen Technologien und einer neuen Art von Nutzern gewöhnen. Die GEMA hingegen bleibt bei ihren Ursprüngen, die mehr als 100 Jahre zurück liegen. Anstatt Fortschritt aus Tradition vielmehr Rückschritt aus Tradition.

Ich höre gerne Musik, und bin bereit, dafür einen gewissen Betrag zu zahlen. Inzwischen sogar als MP3-Dateien online. Falls mich einmal die kreative Ader packen sollte, würde ich vielleicht ein Video erstellen und auf einem oder mehreren Videoportalen hochladen.

Die Musikbegleitung im Radio während der Fahrt ins Büro hat mich dazu gebracht, auf YouTube nach einem Lied zu suchen. Dankenswerterweise war dort das Original-Musikvideo zu finden. Einmal angesehen. Nochmal angesehen. In den darauf folgenden Tagen mehrmals angesehen respektive angehört.

Und letztlich habe ich mir das gesamte Album gekauft. Wenn das Musikvideo nicht verfügbar gewesen wäre, hätte ich vielleicht in einem BitTorrent-Verzeichnis gesucht… Eigentlich müssten GEMA, Künstler und Labels Videoportalen wie YouTube, Clipfish oder MyVideo für jeden View eines Musikvideos einen geringen Betrag zahlen anstatt zu verlangen – schließlich ist Werbung nicht kostenlos zu haben.

Leider ist das Original-Musikvideo von Silbermond nicht mehr auf YouTube verfügbar.

Und noch etwas möchte ich Euch nicht vorenthalten – bei jener Musik kann man übrigens wunderbar programmieren… 🙂

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