Musik hören und nicht hören

Vom CD-Regal in die MP3-Musiksammlung. Oder neuerdings per Amazon MP3 Download. Gespeichert im RAID-1 auf dem Server. Es sind inzwischen einige GB geworden. Doch was ist aktuell hörbar, und was nicht?

Musik korreliert mit Stimmungen, mitunter positiv, mitunter negativ, manchmal linear, oder auch überproportional. Doch welche Musik passt zur aktuellen Gemütslage? Werden aktuelle Empfindungen dadurch eher verstärkt oder im Gegenteil abgeschwächt?

Vor etwa einem Jahr habe ich sehr häufig Abba gehört. Aus welchem Grund auch immer, es war die Musik jener Zeit. Inzwischen ist mir dies nicht mehr möglich. Sobald ein Lied von Abba per Zufallsauswahl gespielt wird, muss ich auf das nächste Lied weiter klicken. Vor ungefähr einem halben Jahr war Amy MacDonald ganz oben auf der Wiedergabeliste. Und zugegebenermaßen sogar Polarkreis 18, jedoch letztlich nur die Songs „Allein“ sowie „The Colour of Snow“. Und ein paar der Top-Hits aus dem Radio, etwa von Ich & Ich. Geht momentan jedoch gar nicht mehr. Aus irgend einem Grund kann ich jedoch wieder sehr gut Meat Loaf hören. Dies begleitete mich bereits die Zeit direkt nach der Bundeswehr, in der ersten eigenen Wohnung in Aachen. Ebenfalls gut möglich sind die Pet Shop Boys, Silbermond, Rammstein, und – ganz neu, oder vielmehr alt, Simon & Garfunkel. Weiterhin A-Ha, Enya, Hubert von Goisern, New Model Army, Runrig und Pulp. Weniger Phillip Boa & The Voodooclub, No Doubt, Juli, und fast der ganze Rest. Sogar Welle:Erdball.

Dazwischen gibt es ungeheuer viele weitere Künstler, die man durchaus nicht direkt abschaltet, wenn sie per Zufall gespielt werden. Aber manches möchte man auch einfach nicht hören. Umgekehrt gilt für Cassandra Steen feat. Adel Tawil, dass ich den aktuellen Hit „Stadt“ nicht nur direkt gekauft, sondern mindestens auch mehrere Dutzend Mal hintereinander gehört habe. Als Einzeldownload wohlbemerkt, denn die anderen Lieder des Albums sagten mir leider weniger zu.

Dies ist der erste Blog-Eintrag einer sehr surrealen Zeit. Viel anders kann ich die letzten Wochen respektive letztlich Monate nicht klassifizieren. Und es wird auch noch sehr lange surreal bleiben. Da sein oder nicht da sein, oder nicht sein, ist keine Frage mehr. Und es gibt auch keine Antwort darauf. Nur Zeit, die irgendwie vorüber geht. Und weitere Fragen, welche sicherlich auch weitere, neue oder alte Musik mit sich führen.

Da capo.

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