Das Wochenend-Paradoxon

Die letzten Abende waren sehr produktiv. Beispielsweise habe ich viel am Server gearbeitet, die Website php::bar ist nun auf eine virtuelle Maschine umgezogen, dazu musste zunächst einiges konfiguriert werden. PHP läuft als FastCGI unter Apache, es folgt in den nächsten Tagen der Umzug der deutschsprachigen PHP-Mailinglisten.

Zuvor gab es eine Diskussion auf der PHP-Mailingliste, denn ich wollte zunächst die Meinung erfahren, ob es noch Bedarf für eine solche Liste gibt. Denn die PHP-Welt ist heutzutage eine andere als vor inzwischen elf Jahren, als die Mailingliste gegründet wurde. Zu guter Letzt wäre es aber schade um solch ein Urgestein der PHP-Szene, so dass ich mich dazu entschlossen habe, die Liste weiter zu betreiben. Und da ich mal wieder dabei bin, Server-Ressourcen zu konsolidieren, wird der Umzug in den nächsten Tagen stattfinden. Solch eine Migration der bestehenden Daten benötigt einige Vorbereitung, denn der Betrieb soll möglichst unterbrechungsfrei sein. Daher habe ich den Mail- und Listserver zunächst vorbereitet. Zwischendurch noch ein kleines jQuery-Snippet geschrieben, denn anscheinend gibt es bislang keine vernünftig zu bedienenden „Time-Picker“. Und „Zen oder die Kunst der Präsentation“ ist ein hervorragendes Buch und verschlang mehr Zeit, als ursprünglich vorgesehen. Nicht zu vergessen den experimentellen virtuellen Server… Insgesamt waren somit nicht nur die Abende viel zu kurz, sondern auch die Nächte.

Jetzt ist Wochenende. Im Gegensatz zu den letzten Wochen sogar bestehend aus zwei Tagen frei zur Verfügung stehender Zeit. Der heutige Abend verging ebenfalls viel zu schnell, aber besonders produktiv war er nicht. Ganz nach dem Motto, dass das Wochenende vor der Tür steht – und damit noch viel Zeit übrig ist. Nur kommt es sehr darauf an, wie diese genutzt wird. In den letzten Wochen konzentrierte sich alles auf einen freien Tag. Und in den letzten Tagen eben auf die Abende. Daher musste gehandelt werden, schnelle Entscheidungen (Liste ja oder nein? Eigenregie oder Google Groups? awstats oder webalizer? Mailman oder Sympa? mod_php oder FastCGI?) waren gefragt. Nur so konnten die Ziele erreicht werden.

Nun ist Wochenende. Theoretisch bedeutet dies, Zeit zu haben für die aufwendigeren Aufgaben. Ganz zu schweigen von den gefühlten Myriaden anderer Ziele respektive Einträge in den Todo-Listen. Doch wo ist der Reiz, wenn viel Zeit zur Verfügung steht? Aus der Physik kennen wir die Formel Leistung ist Arbeit geteilt durch Zeit. Und schließlich kann man alles auch morgen erledigen. Oder übermorgen. Dann wird es wieder spannend, denn das Wochenende ist knapp vorbei, es bleiben nur wenige Stunden, um noch die eine oder andere Aufgabe zu erledigen. Natürlich wäre alles wesentlich entspannter, jetzt, hier und heute zu beginnen. Doch da schlägt das Wochenend-, alternativ Urlaubs-Paradoxon wieder zu. Oder um eine StudiVZ-Gruppe zu zitieren: „Ich habe ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe“. In diesem Sinne werde ich mich jetzt wohl noch ein wenig entspannen…

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